Deutschland

Zugegeben, das Gras auf der anderen Seite ist grüner. Auch für mich gilt diese alte Binsenweisheit. Wandern in Deutschland lockte mich anfangs kaum. Zu viel Zivilisation auf engstem Raum, zu wenig abgelegene, Abenteuer versprechende Natur, so meine Vorurteile.

Mit der Zeit hat sich dieses Bild ein wenig gewandelt. Schon häufiger habe ich Deutschlands Flüsse und Seen per Kanu und Kajak erpaddelt oder die Mittelgebirge in langen Spaziergängen durchstreift. Eine Woche auf dem Harzer Hexenstieg im Mai 2007 hat mich dann eines besseren belehrt. Auch in Deutschland gibt es schöne Wanderreviere, die zu ausgedehnten Mehrtagestouren einladen. Meine Kritik bleibt weiter bestehen: so mancher Wandergegend würde sicherlich weniger Infrastruktur, eine dünnere Besiedlung und vor allem weniger Forstwege gut tun. Doch wer sucht, der findet auch im eigenen Land kleine Wanderperlen so wie der hessische Urwaldsteig rund um den Edersee. Und mit dem Allgäu habe ich mich 2014 erstmalig an eine klassische deutsche Wanderregion herangetastet, in der sicherlich kein Mangel an schmalen Pfaden besteht.

Mein eigentlicher Favorit im eigenen Land, die Sächsiche Schweiz, hat es jedoch noch nicht auf meine Seite geschafft. Das liegt einfach daran, dass ich hier bisher „nur“ in Tagestouren unterwegs war. Dabei führt mit dem Malerweg einer der vermutlich schönsten Fernwanderwege durch diese atemberaubende Region.

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