Padjelantaleden

Padjelanta heißt “Land dort oben” und der Name ist Programm. Über weite Strecken führt der 140 Kilometer lange Weg über die baumlose Hochebene des Nationalparks. Das Leben im Padjelanta wird von Rentierzucht geprägt. Die ansässigen Sami sind die einzigen, die hier Gewerbe treiben dürfen. Daher werden die Hütten im Nationalpark nicht vom STF sondern einer ideellen samischen Vereinigung bewirtschaftet. Zentrum des Parks ist die samische Siedlung Saltoluokta, wo im Sommer reges Treiben herrscht.

Meine Padjelantatour entwickelte sich leider zu einer kleinen Enttäuschung. Dank einer gebrochenen Gürtelschnalle am Rucksack trug ich das Gewicht fast komplett auf den Schultern, was kein Vergnügen war. Zudem machte mir die Mückenplage sehr zu schaffen. Doch es gibt auch andere, “objektivere” Gründe, warum ich den Padjelanta nicht zu meinen Lieblingstouren zähle. Zum einen stört der rege Hubschrauberverkehr die Ruhe, und die Landschaft ist weniger spektakulär als erwartet.

Dennoch hat der Padjelantaled seine Reize. Statt eindrucksvollen Hochgebirgswelten vermittelt er vor allem am Virihaure ein Gefühl von endloser Weite. Wie reizvoll das ist, konnte ich zuletzt 2014 bei einer Sarektour am Rande beider Nationalparks erleben. Meine Favoriten sind der Einstieg am Akkamassiv noch im Stora Sjöfallet Nationalpark sowie die unwirkliche Seenlandschaft von Tuottar. Tarradalen würde ich gerne einmal im Herbst durchwandern.

Datum: 7. bis 15. August 2005
Etappen: 9
Länge: ca. 140 km
Unterkunft: Berghütten sowie Zelt
Karte: Fjällkarta BD10 Sarek
Start- und Endpunkt: Ritsem nach Kvikkjokk

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