Ausrüstung

Ausrüstung ist zweitrangig. Wenn man Outdoorzeitschriften liest oder so manche Diskussion in Internetforen verfolgt, entsteht schnell der Eindruck, dass sich alles um die perfekte Hightechausrüstung dreht. Doch Wassersäule und cuin-Zahl sind nicht entscheidend für das Gelingen der Tour. Ein Dauerthema ist beispielsweise der richtige Schlafsack. Ob ich nachts friere, hängt von vielen Faktoren ab: körperliche Fitness, nahrhafte Verpflegung, das Wissen um den richtigen Gebrauch des Schlafsackes und die richtige mentale Einstellung. Daher möchte ich ein Plädoyer aussprechen für mehr Gelassenheit bezüglich der perfekten Ausrüstung.

Ausrüstung ist zweitrangig, aber nicht unwichtig. Sie muss vor allem der Tour und dem Wanderer angepasst sein. Das fängt beim richtigen Schuhwerk an. Gerade in den schottischen Highlands trifft man immer wieder Leichtsinnige, die sich in Shorts und Turnschuhen oder sogar Sandalen in die Berge trauen. Und auf dem Kungsled kam mir eine Gruppe entgegen, die auf Regenjacken verzichtete und sich mit Plastiktüten gegen den Regen schützen wollte. Bestimmte Versäumnisse können sogar lebensgefährlich sein. Jenseits markierter Pfade und in abgelegenen Bergregionen sind beispielsweise Kompass und Karte unverzichtbar. Dazu gehört vor allem das Wissen, damit richtig umzugehen.

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